Archiv der Kategorie 'Reiserecht'

Keine Verkürzung aller Reisemängel-Ansprüche auf nur 1 Jahr

Dienstag, den 10. März 2009

Kein Reiseveranstalter ist berechtigt, die gesetzlich vorgeschriebene 2-Jahres-Verjährungsfrist für Reisemängel nach eigenem Gutdünken für ausdrücklich alle Ansprüche zu verkürzen (BGH, Az. Xa ZR 141/07).
Ein Ehepaar konnte erst anderthalb Jahre nach einer mangelhaften Mauritius-Reise seine Klage beim Urlaubsveranstalter einreichen. Dieses wies die Forderung der Pauschalreisenden nach teilweiser Rückzahlung des Reisepreises und einer Entschädigung wegen nutzlos aufgewendeter [...]

Raubüberfall als Reisemangel?

Donnerstag, den 27. November 2008

Ein deutsches Ehepaar hatte für sich und seine zwei kleinen Kinder eine 14-tägige Reise nach Brasilien gebucht – zum immerhin stattlichen Preis von 4.411 Euro. Nach der Landung auf dem Flughafen in Salvador, der Hauptstadt des Bundesstaates Bahia, sollten sie zusammen mit weiteren Reisenden zu ihrem Hotel gebracht werden.

Schummeln bei Reisebuchung

Dienstag, den 11. November 2008

Wer seinen Urlaubsveranstalter belügt, indem er die mitreisenden Kinder in den Buchungsunterlagen wesentlich jünger macht als sie in Wahrheit sind, hat dem Reiseunternehmen den widerrechtlich kassierten Rabatt in voller Höhe zurückzuerstatten. Das gilt auch und besonders dann, wenn das örtliche Reisebüro als Vermittler der Pauschalangebote von den Manipulationen gewusst haben muss und diese über viele [...]

Chikungunya-Fieber: Reiserücktritt wegen höherer Gewalt?

Mittwoch, den 23. Juli 2008

(AG München, Urteil v. 31.8.2007, AZ 222 C 20175/06). Im vorliegenden Fall buchte ein Ehepaar eine Flugpauschalreise nach Mauritius und kündigte später die Verträge unter Berufung auf höhere Gewalt, nachdem es erfahren hatte, dass auf Mauritius das Chikungunya-Fieber herrsche. Das Reisebüro behandelte den Rücktritt lediglich als normale Stornierung und erstattete somit nicht den vollen Preis.